Gestern waren wir Mambo tanzen. Das ist jetzt aber nicht missverstehen, ich habe nich über Nacht gelernt meine Partnerin in Stil und Anmut über die Tanzfläche zu schleifen, in Singapur haben sie ihren ganz eigenen Weg gefunden Mambo zu tanzen. Dazu ging es in den Gerüchten zur Folge besten Club der Stadt. In Singapur muss man in den guten Clubs anstehen, auch wenn man als Platinum Kreditkarteninhaber kostenlos Eintritt gewährt bekommt. Nachdem wir also für 20 Minuten vor der Tür in Schweiss und Parfüm standen ging es Stempel holen und dann dinieren. Meand besorgte und beiden Prawns mit Nudeln in Supper. Wer schon mal Krabben gepult hat weiß das Abendgaderobe und Krabben pulen nicht gerade gut miteinander können. Nachdem ich möglichst kompliziert mit Stäbchen und Zähnen vergeblich versuchte eine Krabbe zu öffnen und auszulutschen gab ich es auf und lies den Rest der Krabben in der Schüssel. Meine Hose war schon versaut. Dann ging es zurück zum Club. Ein Tigerbier gab es für mich übrigens geschenkt, da ich ja Deutscher bin. Allerdings mit Eis drin, naja, alles können Sie nicht richtig machen.
Der Club hatte zwei Tanzflächen, eine obligatorische RnB und Hip Hopf Tanzfläche für die Testosteron Schränke und ganz billigen Frauen und alle sonst die mehr auf rumgeschubse und Statustanzen als auf echten Spaß stehen – soweit nicht anders als in Deutschland. Dann gab es noch einen anderen Tanzbereich, äußerst groß und mit Laserbefeuerung und den seit Rauchverbot obligatorischen Nebelwerfern. Die Tanzfläche fülle sich schnell mit tanzwilligen Singapuriarnern. Überspringen wir wie ich den Mitstreiten das einfache deutsche Trinkspiel “Kommando Pimperle” beibrachte weil mir ihr südchinesiches Faust auf Faust zu Zählspiel zu kompliziert war und Kommando Pimperle Becher einfache schneller leert. Die Tanzfläche war dann auf einmal voll und die Menschen tanzten auf ihre Weise zu 80er und 90er Jahre Hits. Bei dieser Tanzart ist es egal ob du hässlich oder dick bist, oder beides. Du bist der Held wenn du die Choreographie kannst. Wie eine Mischung aus Tai-Chi auf Speed und Gestensprache bewegten die jungen Tänzer ihre Oberkörper und Arme passend zu den Lyrics. Wenn im Text liebe vorkommt formen sie ein Herz mit den Fingern, bei Lightning oder Electric shock, was erstaunlich oft vorkommt, malen sie einen Blitz in die Luft, bei “together” (welches auch sehr sehr oft vorkommt) strecken sie ihre Zeigefinger aus und Führen sie längs zusammen. Die einzelnen Bewegungen sind nicht zu kompliziert aber alles im Ablauf harmonisch aussehen zu lassen erfodert Training. Der Club war auch voller Homosexueller, die besonders angeregt mittanzten, zum großen Spaß von Meand und allen anderen im Club. Dazu muss man sagen das Homosexualität nicht wirklich legal ist, genauer gesagt Sodomie. Dennoch hat mich ein netter Herr in einem T-Shirt mit der Aufschrift “Cockteaser” angeguckt und von seinem Podest aus auf Mambo Art angetanzt. Schnell Freundin fest in den Arm genommen, interessierte ihn und seine Freunde aber nicht. Naja, dann fühle ich mich halt geschmeichelt. Aber irgendwie interessiert das hier niemanden, genauso wenig wie das man in den Zügen nicht essen und trinken und bei Rot nicht über die Straße gehen darf. Hier sind viel weniger Cops als in Koblenz. Im übrigen halten mich die Menschen hier öfters nicht direkt für einen Weißen (“Caucasian”), sondern für einen Mix. Interessant, muss wohl am Reiskonsum liegen.
[...] something lighter. Let’s look at some pictures. Recently I travelled to South East Asia (1, 2) for some travelling in Singapore, Hong Kong, Macau and Malaysia. I had three weeks of time and the [...]