Achtung: Dieser Beitrag enthält zur Ausnahme auch mal sinnvolle Informationen und als Bonus Bilder!
Ich kann mit Freude berichten: Routine stellt sich ein. Die Kurse in der Universität kommen gerade erst richtig ins laufen, da gibt es schon sogenannte Midterm Exams. Das sind Prüfungen in der Mitte einer Semestersession die den bisherigen Lernerfolg überprüfen sollen. Generell kann man das nette Konzept der Saisonarbeit hier vergessen, die Leistung muss beständig erbracht werden.
So habe ich 5 Kurse an der Uni belegt: Short Fiction, Essentials of the creative process, Color Photography, time based imaging & history of Photography. Die beiden ersten Kurse brauche ich für mein Studium in Koblenz, d.h. deren Creditpoints muss ich auch tatsächlich mit nach Hause nehmen. Lustigerweise sind das auch die beiden Kurse die am wenigsten Arbeit machen. Die beiden anderen Kurse belegte ich aus puren Interesse, mehr noch, im letzen Kurs bin ich gar nicht offiziell eingeschrieben, sondern dort wurde ich aufgrund meiner “Begabung” und gezeigten Portfolio als Student aufgenommen und darf am normalen Unterricht teilnehmen obwohl ich gar nicht offiziell Teil des Kurse bin, gleiches gilt für den Kurs time based imaging, der eigentlich nur Studenten aus dem 3. oder 4. Jahr mit Hauptfach Fotografie oder Videokunst zugänglich ist. Das macht mich schon etwas stolz und dementsprechend arbeite ich dafür auch mehr. Der vorhergehende Artikel mit der Präsentation über Polystyrene ist für besagten Kurs.
Diese Wochenende ist bisher eines der ruhigeren, ich musste mich zurückziehen um etwas mehr für die Uni zu tun, was ich bisher mit Erfolg vermieden habe. Ein Teil der Freunde ist in Quebec City, andere in Ottawa. Für heute Abend plane ich auf eine Party mit Kanadiern – ohne Internationals – zu gehen. Der Plan mehr Zeit mit Einheimischen zu verbringen besteht noch (ihre Riten und Gebräuche will ich studieren, dieses isolierte Francophone Volk mit den merkwürdigen Sitten gibt dem Forschergeist noch Rätsel auf)
Ansonsten bieten die Tage trotz der einsetzenden erzwungenen Routine viel Abwechslung. Spontanität und Verfügbarkeit ist immer noch ein Schlüssel zum sozialen Erfolg. Langsam aber zeichnen sich Freundeskreise heraus und das ist auch gut so. Nicht umsonst planen einige Deutsche schon ein “Tscherman Krissmäss” wo doch alle, bitte auch die Iraner, kommen dürfen. Händchenhaltend um einen Tannenbaum tanzen, na schönen Dank.
Wer Fotos usw. vermisst, den muss ich auf Facebook verweisen, denn dort geht die Action ab, man. Du existiert nicht, wenn du nicht bei Facebook bist. Oder wie es ein Däne sagt: “If it ain’t on Facebook, it didn’t happen”. Ansonsten versuchen mich meine Mitbewohner zu mehr Spiritualität zu bewegen. Keine Angst, dass sind keine Christen (die haben sich schon in Koblenz an mir die Zähne ausgebissen), sondern sie vertreten die Art der Spiritualität die nichts weiter will als das der Mensch dankbar für sein Leben, seine Freunde, sein Haus, die Natur etc. ist. Einfach öfters Danke sagen und Mensch geht es besser. Mit dieser Art der Spiritualität kann ich gut leben, darauf lasse ich mich gerne ein. Nur die Bücher, die können sie behalten.
Und da mir gerade danach ist, hier ein Haufen Bilder, von ganz frisch bis zurück zu den ersten Tagen. Einige waren schon online, andere sind neu. Generell verweise ich mal wieder auf meine richtige Galerie, foto.grundstil.de, dort finden sich noch viiiiiel mehr Fotos.